Zur Geschichte

Das "Achillio" - Die Zufluchtsstätte von Kaiserin Elisabeth

Korfu, die wunderschöne, mythische Insel der Phäaken, trägt ein Schmiuckstück, das eine Besonderheit ist. Es ist eine Besonderheit, nicht nur wegen seiner schönheit, sondern auch wegen der Menschen, die es schufen oder mit ihnen verbunden sind. Persönlichkeiten, die für die Weltgeschichte Korfus bedeutend sind. Diese Schmuckstück ist das ACHILLIO. Es wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts (1889-1891) von der österreichisch-ungarischen Kaiserin Elisabeth (als Kaiserin Sissi bekannt) erbbaut. Die Villa wurde nach ihrer Ermordung vom deutschen Kaiser Wilhelm II. gekauft.

Der Ausbruch des 1. Weltkrieges im Jahr 1914, der auch in Deutschland das Ender der Monarchie brachte, verhinderte, dass Kaiser Wilhelm das Achillio und Korfu länger genoss. Die an den 1. Weltkrieg anschließende Zeit war für das schöne Gebäude und dieumliegenden Gärten eine schwierige Phase. Die französische Besetzung der Insel, der 2. weltkrieg und die Zerstörung des Wirtschaftslebens der Insel hatten allesamt Auswirkungen auf das Achillio.

1962 überließ die griechische Regierung für 20 Jahre die Anlage verschiedenen Unternehmen, die unter der speziellen Mitarbeit eines deutschen Barons das Gebäude renovierten. Zahlreiche der verkauften oder verloren geglaubten Gegenstände und Kunstwerke, die einst den Bau und das Grundstück geschmückt hatten, wurden wieder zusammengetragen. In den Räumen des Achillio wurden ein casino und ein Museum gegründet. Das Museum existiert noch heute. Das Casino wurde in ein großes Hotel verlegt. Somit sind Achill, Elisabeth, der Kaiser und alle, die an der Gestaltung dieser Anlage schöpferisch wirkten, in diesem Schmuckstück der Ionischen Inseln wieder ungestört.